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Druckwissen

Digitaldruck (DTG): Direktdruck mit unbegrenzten Farben

Fotos, Verläufe, Einzelstücke: Warum der Direktdruck auf Textil das Standardverfahren für kleine, bunte Auflagen ist – und wo seine Grenzen liegen.

Digitaldruck auf Textil – meist als DTG für „Direct to Garment“ bezeichnet – funktioniert im Kern wie ein Tintenstrahldrucker für Stoff: Das Motiv wird direkt aus der Druckdatei auf das Textil gedruckt, ohne Schablonen, Siebe oder Folien. Das macht das Verfahren zum Standard für kleine Auflagen und bunte Motive.

So funktioniert Digitaldruck (DTG)

  • Vorbehandlung: Das Textil wird mit einer Fixierflüssigkeit vorbereitet, damit die Tinte an der Faser haftet – bei dunklen Stoffen zusätzlich mit einer weißen Grundierung.
  • Datenvorbereitung: Die Druckdatei wird farbverbindlich aufbereitet; gedruckt wird, was die Datei hergibt – Verläufe, Schatten, Fotos.
  • Direktdruck: Der Druckkopf trägt wasserbasierte Textiltinten direkt auf den Stoff auf.
  • Fixierung: Unter Hitze wird die Tinte dauerhaft in der Faser verankert.

Die Stärken

  • Unbegrenzte Farben: Fotos, Verläufe und feinste Details sind kein Problem – jede Druckdatei ist machbar.
  • Ab 1 Stück wirtschaftlich: Ohne Einrichtungskosten kostet das erste Stück dasselbe wie das fünfzigste.
  • Weicher Griff: Die Tinte zieht in die Faser ein; der Druck ist kaum fühlbar – anders als bei Folien- oder Transferverfahren.
  • Schnell: Von der Datei zum fertigen Shirt in Minuten, ideal für kurzfristige Projekte und Muster.

Die Grenzen

  • Materialabhängig: Beste Ergebnisse liefert DTG auf hohem Baumwollanteil. Auf Mischgewebe und Funktionsstoffen verliert der Druck an Farbintensität.
  • Höherer Stückpreis bei Menge: Ab dreistelligen identischen Auflagen wird klassischer Siebdruck pro Stück günstiger.
  • Dunkle Textilien sind aufwändiger: Die nötige weiße Grundschicht macht den Druck dicker und den Prozess anspruchsvoller.

Typische Einsatzbereiche

Einzelstücke und Geschenke mit Fotomotiven, kleine Auflagen von 1 bis etwa 50 Stück, Prototypen und Musterteile – überall dort, wo Vielfarbigkeit und Flexibilität wichtiger sind als der letzte Cent Stückkosten in der Großserie.

Pflege

Auf links waschen bei maximal 40 °C, nicht direkt auf dem Motiv bügeln – dann bleibt ein DTG-Druck über viele Dutzend Wäschen farbstark.

Digitaldruck im Vergleich

Der engste Verwandte ist der DTF-Transferdruck, der ebenfalls digital druckt, aber über eine Transferfolie arbeitet und dadurch auf fast allen Materialien und auch auf dunklen Stoffen unkompliziert funktioniert. Für große einfarbige Serien bleibt Siebdruck das Maß der Dinge, für gestickte Logos die Stickerei.

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