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Druckwissen

Teamshirts planen: Größen sammeln, Logo, Platzierung, Zeitplan

Von der Größenliste bis zur Nachbestellung: eine Checkliste für Vereins-, Abschluss- und Firmenshirts – mit üblichen Druckgrößen und Vorlaufzeiten.

Einheitliche Shirts für die Mannschaft, den Abschlussjahrgang, das Firmenevent oder den Vereinsausflug – die Idee ist schnell beschlossen, die Umsetzung scheitert oft an Kleinigkeiten: fehlende Größen, ein Logo als winziges Bild, ein Termin, der zu knapp gerechnet war. Diese Checkliste führt einmal durch die Planung, unabhängig davon, wo am Ende gedruckt wird.

1. Stückzahl und Größen sammeln

Die Größenliste ist die wichtigste Zutat. Am einfachsten geht sie über eine geteilte Tabelle oder eine Umfrage: Name, Größe, gegebenenfalls Wunschnummer. Zwei Dinge helfen gegen Rückläufer:

  • Maße statt Gefühl: Die Größentabelle des Textilherstellers mit halber Brustweite und Länge weitergeben. Konfektionsgrößen fallen je nach Marke unterschiedlich aus.
  • Puffer einplanen: Ein bis zwei Shirts in den häufigsten Größen extra bestellen – für Nachzügler, Ersatz und den Trainer, der doch mitmacht.

2. Motiv und Druckdaten

Ein Logo sollte als Vektordatei (SVG, PDF, AI) vorliegen, ein Foto oder eine Illustration als PNG mit hoher Auflösung und transparentem Hintergrund. Was dabei zählt, steht im Beitrag Druckdaten richtig anlegen. Bei Motiven, die nicht selbst gestaltet wurden, vorher die Nutzungsrechte klären – geschützte Vereinswappen von Profiklubs, Markenlogos und Filmfiguren dürfen ohne Erlaubnis nicht gedruckt werden.

3. Platzierung und Größe

Bewährte Standards, die auf fast jedem Textil funktionieren:

  • Brust links: Logo etwa 8 bis 10 cm breit – dezent, wirkt auf Polos und Shirts gleichermaßen.
  • Brust mittig: Motiv 20 bis 30 cm breit – der klassische Platz für Schriftzug oder großes Logo.
  • Rücken: 25 bis 35 cm breit – für Vereinsnamen, Sponsoren oder Sprüche; Nummern darunter oder darüber.
  • Ärmel und Nacken: Kleine Zusatzmotive um 5 bis 8 cm, etwa Jahreszahl oder Website.

Namen und Rückennummern sind Einzelanfertigungen je Shirt: Dafür eignen sich Flexfolie oder DTF-Transfer, weil jedes Stück anders sein darf, ohne dass Einrichtungskosten anfallen. Die Liste mit Name, Nummer und Größe pro Person gehört deshalb von Anfang an in die Tabelle.

4. Textil und Farbe

Für Sport und Sommer sind leichte Shirts angenehm, für Ausflüge und Herbst Sweater oder Hoodies – die Grammatur hilft bei der Einordnung. Bei der Farbe zählt der Kontrast: helle Motive auf dunklem Stoff oder umgekehrt. Ein zweifarbiges Logo mit hellem und dunklem Element sollte vorab auf der gewählten Textilfarbe geprüft werden. Wer Sponsoren nennt, klärt deren Logofarben und Größenverhältnisse vor dem Layout.

5. Zeitplan rückwärts rechnen

Vom Termin aus zurück: Versand (1 bis 3 Werktage innerhalb Deutschlands), Produktion (je nach Anbieter und Verfahren wenige Tage bis zwei Wochen), Freigabe der Druckvorschau (ein bis zwei Tage, plus Korrekturschleife), Sammeln der Größen (mindestens eine Woche, realistisch zwei). Wer vier bis fünf Wochen vor dem Termin startet, hat Luft für eine Korrektur und für die Nachzügler.

6. Nachbestellungen mitdenken

Neue Mitglieder kommen, Shirts gehen verloren. Sinnvoll ist deshalb ein Verfahren, bei dem Einzelstücke später zum gleichen Ergebnis nachbestellt werden können, und eine Druckdatei, die beim Verein archiviert bleibt – idealerweise mit Angabe von Größe, Position und Farben des ersten Drucks.

Checkliste kompakt

  • Größenliste mit Namen und Nummern, Puffer eingeplant
  • Logo als Vektordatei, Nutzungsrechte geklärt
  • Platzierung und Druckgröße festgelegt, Farbkontrast geprüft
  • Textil nach Anlass und Jahreszeit gewählt
  • Termin mit vier bis fünf Wochen Vorlauf
  • Druckdaten archiviert für Nachbestellungen

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